Über uns

Ingwer Trifft Olivia, das sind wir: Drei modeverrückte Mädchen, die Spaß am Schreiben haben. Mit offenen Augen und Herzen gehen wir durch das Leben. Was und wer uns dabei alles begegnet, wer uns inspiriert, was wir lieben und was wir fürchten, über all diese Dinge erzählen wir auf unserem Blog.

Foto ChrisChris:
Meine Begeisterung für Mode in all ihren schillernden Facetten habe ich, da bin ich mir sicher, von meiner Großmutter geerbt. Schon als 17-Jährige kleidete und schmückte sie sich mit wunderschönen Hüten, Kostümen und Handtaschen. Kein Wunder, dass die Enkelin heute nur schwer an bunten Schaufenstern vorbeigehen kann. Wobei Mode für mich nicht nur die Jagd nach einer wunderschönen neuen Bluse oder einer alten Handtasche mit Geschichte ist – sondern vielmehr eine Art individueller Selbstfindungsprozess. Persönlich bin ich, was das Spiel mit Formen, Farben und Mustern angeht, allerdings ein wenig zurückhaltend – nicht, was die Experimentierfreudigkeit, sondern vielmehr, was den wilden Mix angeht. Stattdessen liebe ich klare Formen und Farben. Bodenständige, lässige Eleganz mit einem Hauch Glamour und einer klitzekleinen Prise mädchenhafter Verspieltheit, so würde ich meine Richtung beschreiben. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich nicht auch Spaß daran finde, die Mode in all ihren anderen verrückten, rebellischen, anzüglichen Auswüchsen zu bewundern und zu lieben. Umso mehr Freude bereitet es mir, mit meinen zwei wunderbaren Freundinnen augenzwinkernd und gelegentlich mit einer gehörigen Portion Selbstironie über unser Leben und unsere Erlebnisse als modeverrückte Mädchen zu schreiben.
Als angehende Journalistin versuche ich natürlich aber ab und an auch, meinen Horizont in anderer Hinsicht zu erweitern. Ich lese gerne und wenn die Zeit es erlaubt, auch viel. Besonders Bücher über den Sinn des Lebens (den ich selber öfters verzweifelt suche) lege ich nicht mehr aus der Hand. Ein Werk, das mich sehr inspiriert hat, ist „Siddartha“ von Hermann Hesse. Aber auch auf Konzerte gehe ich gerne, und natürlich ist auch gutes Essen in keinerlei Hinsicht zu unterschätzen.
Und ansonsten? Ansonsten liebe ich die Mode!

Foto JuliaJulia:
Im Kindergarten habe ich das erste Mal ein Shirt gefertigt. Zugegeben, aus einer Plastiktüte, aber ich steigerte mich schnell. Mit sieben Jahren nähte ich mein erstes Prinzessinnenkleid aus einem alten T-Shirt und einem Berg Tüll von Hand. Es sah furchtbar aus. Aber ich hatte Spaß. Statt Mumien wurde bei uns an meinen Kindergeburtstagen das stylishste Outfit gewickelt. Bauchfrei natürlich, es leben die 90er! Trotzdem habe ich erst mit 13 beschlossen, Modedesign zu studieren (Ich war im Studium immer sehr beeindruckt, die anderen wussten es natürlich, seit sie denken konnten. Hallo Fettnapf…). Weil ich später etwas machen wollte, was mir wirklich Spaß macht.
Heute bin ich eine Rheinländerin in München, die sich einfach nicht entscheiden kann. Ich liebe die verspielten Bilder von Tim Walker abgöttisch, könnte aber stundenlang durch zerfallene, besprayte Fabriken rennen und jeden Stein fotografieren. Es gibt so unglaublich viel, was ich noch sehen möchte und dann am liebsten, wie zum Beispiel New York, nochmal. Und nochmal. So würde ich auch meinen Kleidungsstil beschreiben. Warum festlegen, wenn es so viel Schönes gibt?
So sehr ich meinen Job liebe, so anstrengend ist er manchmal auch. Habe ich dann frei, nutze ich das gerne, um auch einfach nur mal faul zu sein.
Ich gebe zu, ich bin passionierte Langschläferin (was vermutlich auch irgendwie mit meiner Nachtaktivität in Zusammenhang stehen könnte). Während andere Kaffee trinken, bin ich leider absolut Cola-abhängig (auch gern zum Frühstück). Trefft mich niemals müde ohne Cola! Außerdem lese ich gerne und viel, liebe Kino und Ballett. Ich probiere sogar selbst, Ballett zu lernen, aber die Erfolgsaussichten sind nach drei Jahren mehr oder eher weniger hartem Training noch gering.

Foto NoraNora:
Als ich sieben Jahre alt war, habe ich meiner Mutter meine erste eigene Modezeitung zusammengebastelt. Diese bestand klassisch aus einer Modestrecke (aus der Brigitte gemopst), Wettervorhersage („Morgen würd es Sonnig und trocken. Ein paar Wölkchen werden am Himmel sein, aber sonst nur trocken. Tschüss“) und natürlich – ganz wichtig in einem Magazin für Fashion – vielen Illustrationen von Ponys und schönen Haflinger-Stuten.
Heute, ein paar Tage später, bin ich Journalistin.
Was das angeht: Alles richtig gemacht.
Ansonsten mache ich gerne auch mal etwas falsch, denn meine Fehler und Erfahrungen machen mich heute zu einem großen Mädchen. Dinge falsch zu machen, bedeutet Mut zu haben und nichts bewundere ich mehr als die Tapferkeit.
Vielmehr muss man über mich eigentlich nicht wissen.
Nur vielleicht noch eine kleine Anmerkung zu meinem Kleidungsstil, den ich liebevoll „Vinteppy“ getauft habe. Das ewig Schabernack treibende Schulmädchen trifft sich hierbei mit der romantischen Vergangenheit. Eine kleine Liebeserklärung an die unbeschwerte Jugend also, die ich so immer bei und an mir trage.
So mancher nennt mich wegen meiner Zöpfe und meiner Schlaumeier-Brille auch gerne mal den „Nerd“, dieser vergisst dabei allerdings, dass ich hinter dieser Streber-Uniform nur klammheimlich meine unverschämt faulen Sonntage mit Zeichentrickfilmen, Erdnussbutter auf meiner Bettdecke und drei Kannen Kaffee verstecken will.