Party…Aufwärmen für die bunte Modewoche

Für Deutschlands Modeverrückte gibt es eine fünfte Jahreszeit: die Fashion Week. Zweimal jährlich trifft sich die Szene in der deutschen Hauptstadt, um die neuen Entwürfe nationaler und internationaler Designer zu bejubeln und zu kritisieren. Da wir mit unserem Schätzchen Ingwer trifft Olivia ja vor einigen Monaten auch unter die Blogger gegangen sind, war für uns eines klar: Dieses Spektakel lassen wir uns nicht entgehen!  

Die Trends für die kommende Frühjahr-Sommer-Saison wurden und werden aktuell noch bis zum 8. Juli im großen Mercedes Benz-Zelt vor der Siegessäule und an diversen anderen Locations in der Stadt präsentiert. Parallel zur Fashion Week kamen auch die Modemessen Bread & Butter im alten Berliner Flughafen Tempelhof und die Premium in der Station Berlin ihrem Ruf als Publikumsmagneten wieder nach. Wir haben zudem einmal dem Greenshowroom im Hotel Adlon einen Besuch abgestattet. In den kommenden Tagen berichten wir euch ausführlich von unseren Erfahrungen und Eindrücken. Bevor es allerdings ans Eingemachte geht, hier vorab schonmal ein kleiner Bericht über eine Modeparty, die wir ganz zu Anfang des Schauen- und Messemarathons besucht haben. Denn bevor es um die eigentliche Fashion Week geht, muss sich das Modevölkchen natürlich erst einmal angemessen darauf einstellen.

Am Dienstagabend haben wir uns daher in Spitze und Seide geworfen, den Lippenstift angesetzt und uns auf den Weg zur „Berlin Fashion Week Opening Party“ am Ostbahnhof gemacht. Veranstaltet wurde der ganze Zirkus von den Modeblogs Dandy Diary und Facehunter. Und mit Zirkus meine ich tatsächlich Zirkus.

Wummernde Bässe, leuchtendes Scheinwerferlicht und eine lange Schlange – das waren die ersten einschlägigen Eindrücke, als wir unser abendliches Ziel erreichten. Kurz den Eintritt bezahlt, Stempel aufgedrückt und schon waren wir Teil der wohl verrücktesten Modeparty, die wir bisher besucht haben.

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Alltogether auf die Party – zusammen mit Lisa

Hinter den Toren tat sich uns eine faszinierende Welt auf. Denn die „Berlin Fashion Week Opening Party“ fand in und um zwei große Zirkuszelte herum statt. Zwischen Ein- und Ausgängen zu diesen bunten Wundertüten tummelten sich die schillerndsten Figuren. Von aufgekratzten Models über overdresste Blogger bis hin zu exzentrischen Selbstdarstellern – sie alle feierten den Beginn der schönsten, wenn auch kürzesten, Jahreszeit.

Verkleidetes Partyvolk in bester Laune

Verkleidetes Partyvolk in bester Laune

Fasziniert haben wir uns unter die Partymeute gemischt. Mit dem Gefühl, gerade nirgendwo anders sein zu wollen als an diesem einzigartigen Ort, haben wir uns zum Rythmus des Geschehens auf und ab und hin und her gewiegt. Und das inmitten all dieser gut gelaunten Fashion victims, unter den meterhohen Decken zweier Zirkuszelte. 

 So eine abgedrehte Party muss man einmal erlebt haben! Diese kreative Energie! Auch wenn man sich selbst als Modejunkie über die ein oder andere stoffliche Hülle wundern kann, so haben wir doch begeistert festgestellt, wie vielfältig die Outfits an diesem Abend waren, wie abgehoben, aber auch wie kunstvoll. Einige unserer Lieblinge haben wir für euch festgehalten.

Wunderbar: Häkelpulli und Spitzenshorts

Wunderbar: Häkelpulli und Spitzenshorts

Spacig gut mit toller Tasche

Besonders schön: die pinken Akzente

Besonders schön: die pinken Akzente

Blau und Glitzer: wir lieben es!

Blau und Glitzer: wir lieben es!

Der Beweis: Accessoires und die richtige Schminktechnik peppt jedes Outfit auf

Der Beweis: Accessoires und die richtige Schminktechnik peppt jedes Outfit auf

Military, eine Prise Punk und ein Einhorn

Military, eine Prise Punk und ein Einhorn

 Auch was die Musik betrifft, waren wir uns schnell einig: Passt zum Anlass, zur Szenerie. Und macht Spaß! Gut gefallen hat uns vor allem das deutsch-amerikanische Duo Notic Nastic. Mit freakigen Elektro-Beats, betörendem Gesang, leuchtenden Maskeraden und knappen Outfits haben sie ihr Publikum entzückt – einschließlich uns. Bei ihnen haben wir am längsten ausgeharrt, munter und gut gestimmt sind wir dazu mit Karamelleis in den Händen durch das Zelt getanzt. Ganz beeindruckt waren wir auch vom Auftriff des Zombie Boys alias Rick Genest. Der kanadische Performance-Künstler gab am DJ-Pult seine HipHop und Elektro-Mixtapes zum besten. Er ist weltbekannt, weil er am ganzen Körper tätowiert ist – und zwar mit  dem Motiv einer verwesenden Leiche. Leider ist uns kein gutes Foto von ihm gelungen – wir haben einfach zu sehr gezittert. Denn das war Gruselfaktor und Faszination in einem!

Nun ist ja bekannt, dass die Berliner die Nacht gerne zum Tag machen, die hemmungslos Feierwütigen unter ihnen gerne auch mal bis in die Mittags- oder Nachmittagsstunden hinein weitertanzen. Ganz so lang haben wir zwar nicht durchgehalten, einen einzigartigen Abend hatten wir trotzdem – und einen gelungen inspirierenden Auftakt in unsere erste Fashion Week als Blogger.

 

 

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