It’s not just fashion

Da die allgemeine Erkältungswelle dieses Jahr auch vor der Fashion Week kein Erbarmen zeigt, gibt es leider erst heute einen Überblick über unsere besuchten Schauen.

Wie auch im letzten Jahr haben wir die Shows von SIOK besucht. Das Fetischlabel entführte uns bereits zweimal in seine abenteuerlustige, düstere Welt und enttäuschte auch mit seiner neuen Kollektion nicht unsere Erwartungen. Unter dem Kollektionstitel „Borderline“ arbeitete Siok-Designerin Carolin Rein zum ersten Mal mit Designer Patrick Schwindt zusammen. Der Kampf um Rationalität und Irrationalität, ein langsames, inneres Sterben mit zuviel Lebendigkeit um aufzugeben, waren ihre Leitmotive für die Herbst/Winter Kollektion 2013/14.

Sehenswert war dabei auch das Make up. Mit einer leicht versetzten schwarzen  Linie wurden das Gesicht und die Frisur in zwei ungleiche Teile geteilt, einer natürlich belassen und einer wild aufgestylt.


Im Anschluss wurden die Schauen zweier niederländischer Designerinnen und eines Designduos gezeigt. Sehr neugieirig auf die niederländische Avantgarde ließen wir uns unvoreingenommen überraschen.


NATALIE DE KONING
legt besonderen Wert auf die Langlebigkeit der Stücke, um so für die Nachhaltigkeit ihrer Mode zu sorgen. Ihre puristische Kollektion trägt den Titel „Slo.Mo.“ und erinnerte uns stark, sowohl von der Farbigkeit als auch von den Schnitten, an skandinavische Designer und Kinderbücher.


Die Kollektion von ELEMENTUM  besteht aus 9 verschiedenen Teilen, die man in verschiedenen Tragemögklichkeiten zu einer gesamten Kollektion (schätzungsweise 25 Outfits) kombinieren kann. So möchte Designerin Daniela Pais maximalen Nutzen aus einem Stück Stoff ziehen. Mich persönlich überzeugte das Konzept leider nicht. Dafür ist mir ein ärmeloses, dickes Strickkleid oder -oberteil einfach zu unpraktisch und verlangt dafür nach häufigerem Waschen.


Das Designerduo STUDIO JUX ist bereits preisgekrönt für seine entwicklungspolitisch korrekte Produktion in Nepal. Gleichzeitig sind die Teile modern und absolut businesstauglich.

Aber auch unter den Gästen gab es während der Schauen einiges zu sehen!


Dieser Mann zog alle Blicke auf sich: Musterjacke, goldene Kette mit drei großen Bärenanhängern auf Plateauschuhen. Um den lässigen Gang werden ihn viele Frauen beneidet haben. Wir sind uns ziemlich sicher, dieses junge Model einen Tag später auf der Show  von Battenberg-Cartwright auf dem Laufsteg wiedererkannt zu haben, aber dazu ein anderes Mal mehr!


Ich musste ihn einfach knipsen! Vor diesem Body von AMERICAN APPAREL stehe ich bei fast jedem Besuch. Doch wann sollte man ihn anziehen? Mit Lederjacke und Röhrenjeans war er einer der Hingucker der Schauen.


Oh wie herrlich! Kann man diesen Mantel nicht lieben? Mit Brille und Vintagetasche wirkte er weniger divenhaft und stattdessen fast ein bisschen kitschig.


Irritierend war die Aktion einer Fairtrade-Schokoladenmarke. Models in Miniröcken mit Strapsen, obenherum mit Bikinis oder nackt mit Bodypainting verteilten zu Beginn einiger Shows Probetafeln.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die Show von SIOK im nächsten Jahr, von denen wir sicher noch einiges hören werden!

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