Ein kleiner Guide fürs Paradies

Um den Winter  – und auch die Aussicht darauf – zu überstehen schlage ich zwei Dinge vor:
Durchschlafen oder an einen paradiesischen Ort gaaaaaaanz weit weg fliegen.
Und damit meine ich die Orte, für die man seine Oma verkaufen muss um sie bezahlen zu können.
Da fallen mir zum Beispiel gleich die Malediven ein.
Ich habe das Glück gehabt vor einiger Zeit in diesem Paradies Urlaub machen zu dürfen (Nein, meine Oma steht noch immer zum Verkauf, ich habe das anders geregelt) und ich weiß noch:
In dem Moment, als ich meinen Fuß auf diese Insel gesetzt hatte, war ich sofort wie geheilt von all den Spirenzchen, die mir sonst so durch den Kopf und Körper fleuchen.
Das Licht, die Farben, die Wärme: Alles dort versetzt einen instant in den absoluten Frieden mit sich selbst. Es ist dieses Robinson Cruiso-Gefühl, gemischt mit einer Prise von Dekadenz, das mich sagen lässt: Falls auf Eurer „Bucket-List“ ein Traumurlaub auf einer Trauminsel steht, dann bucht ein Ticket! Jetzt! Gleich!

Denn keiner weiß doch wie lange wir hier alle noch rumtanzen werden, und wie sagt man so schön: „Life may not be a party, but while we are here we should dance.“
Und die Malediven sind ungefähr so gut wie ein argentinischer Tango mit einem italienischen Unterwäschemodel. Also nichts wie ran an den Speck 🙂

Bungalow Aussicht

Frühstück

Jacuzzi

Essen

Beach

Meer

KatamaraneSonnenuntergang Kopie

Flughund
Um die perfekte, perfekte Traumreise zu bekommen (um das viele Geld auch richtig investiert zu haben), gilt es allerdings ein paar Dinge zu beachten.

Hai-Liebhaber oder -Hasser?
Wem seit dem weißen Hai die Muffen sausen, der sollte vorher gut recherchieren, denn es gibt einige Inseln, um die schwimmen so viele Raubfische wie neue Dönerläden in Köln-Kalk eröffnen. Und da es nicht schöneres gibt, als um eine Trauminsel herumzuschnorcheln, sollte man sich überlegen, ob man die Gesellschaft der weißen Schönheiten schätzt. Die Riffhaie sind in der Regel neugierig und schwimmen an die Taucher und Schnorchler heran, man geht also auch mal auf Tuchfühlung. Es gibt bis dato keinen ernst zunehmenden Hai Angriff auf Menschen rund um die Malediven. Wer aber den Königen der Meere trotzdem nicht zu nah kommen möchte, der sollte sich ein Riff aussuchen, das nicht für seine Haidichte bekannt ist. Ähnlich verhält es sich mit den majestätischen Rochen.

Das Riff
Viele Inseln werden schon seit Ewigkeiten von Touristen belagert, die leider oft nicht besonders zärtlich mit den Korallen und der Unterwasserwelt generell umgehen.
Das ist nicht nur ein Trauerspiel für die Umwelt, sondern auch für die Besucher, die jetzt versuchen, noch etwas Schönes zu sehen zu bekommen.  Daher empfehle ich eher neuere Ressorts zu besuchen und sich vorher ganz genau über das Riff und dessen Zustand zu informieren. Das Problem der toten Korallen und Riffe ist meist leider bei sehr günstigen Ressorts anzutreffen, was mich zum nächsten Punkt führt….

Einmal im Leben klotzen
Ich weiß, ich weiß, eine Reise zu den Malediven kann unbezahlbar scheinen. Trotzdem gilt hier: Nicht am falschen Ende sparen. Es lohnt sich wirklich zu investieren und einmal im Leben den Luxus zu leben. Denn wie oben beschrieben verfügen die günstigen Ressorts oft über zerstörte Riffe, schlechtes Essen (das mit unzureichenden Hygienemaßnahmen behandelt wird -> es ist nicht günstig frisches, sauberes Leitungswasser auf eine einsame Insel zu pumpen) und Ungeziefer im Bungalow. Gerade beim Bungalow möchte ich eins empfehlen…

Wasserbungalow mieten
Da ich den Vergleich habe (einige Nächte im Strandbungalow und einige im Wasserbungalow), kann ich mit Entschlossenheit sagen: Tut es. Es lohnt sich. Dazwischen liegen Welten.
Zwar kann man sich einreden, dass es im Wasserbungalow gar nichts besonderes zu sehen gibt  und es am Strand genauso schön ist, aber wer einmal vom Indischen Ozean in den Schlaf gewankt wurde und beim Frühstücken Fische unter sich gesehen hat, der wird nie wieder etwas anderes wollen. Es lohnt sich, es lohnt sich.

In der Nebensaison fahren
Um den Rahmen nicht vollends zu sprengen, sollte man natürlich darauf achten, nicht in den Hauptferienzeiten zu fahren, denn dann ist es wirklich UN.BE.ZAHL.BAR!
Anfang Dezember bis Ende Februar sind wettertechnisch die besten Monate für die Malediven. Früh genug buchen ist genauso wichtig, denn auf den beliebten Inseln sind die guten Bungalows – aufgrund der niedrigen Anzahl – oft schon ein Jahr im Voraus ausgebucht.

Ich wünsche Euch eine unvergessliche Zeit im Paradies!

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