Barbie goes Festival- ein Survivalguide

So schön ein Festival auch ist, so hart ist es auch. Dosen-Essen, Zelten, Zeltnachbarn, Dixi Klos – die Liste der Grausamkeiten ist lang. Hier ist mein persönlicher Survivalguide! Diese Dinge werden Dir Dein Leben unglaublich erleichtern!

1. Gummistiefel

Klingt doof und naheliegend, aber ich habe unglaublich viele Besucher ohne Gummistiefel gesehen. Jetzt mal ohne Witz, Gummistiefel ist auch nicht gleich Gummistiefel. Ich bevorzuge Gummistiefel, die ein textiles Innenfutter haben. Das ist wärmer und weniger schweißtreibend! Falls man sich wie ich ein Zelt mit dem Freund teilt, ist es ganz geil, wenn der nicht direkt in Ohnmacht fällt, sobald Ihr Eure Schuhe auszieht. Und es geht hier um Schuhe. Also ganz ehrlich, es gibt saucoole Gummistiefel. Recherchiert vorher und bedenkt, Ihr tragt sie vielleicht jeden Tag (wie ich). So gestörte Perfektionisten wie ich haben dann schnell Kombinationsprobleme.

7 Gemütlich im Campingstuhl flaxend lief dieses Duo an mir vorbei…

11…und ich dachte nur: „Jaaaaaaaa! Die! Genau die!“ DIE sind übrigens von ZALANDO.

(ER bestätigt übrigens meine Theorie, dass Männer mit Bart alles tragen können. Sogar ein Blümchentanktop und einen Muschibeutel. Immernoch cool, der Typ.)

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2. Essen & Trinken

Dosenbier und Ravioli? Fünf Tage lang? Bier zum Frühstück? Ihhhhhhh! Festival ist wie Karneval, klar braucht man keinen Alkohol, aber irgendwie trinkt man doch verhältnismäßig früh. Da Flaschen nicht erlaubt sind, gab es nur eine Lösung: Prosecco in der Dose. Endlich erklärte sich mir, warum Paris Hilton Champagner in Dosen promotet. Champagnerfrühstück auf dem Festival, ein Traum <3 Zum Essen ein Tipp: Auf dem Chiemsee Summer gab es viele Imbissbuden, die Leben retten. Bevor ich für 2,50€ eine Dose Ravioli auf dem Espitkocher erwärme, kauf ich mir für 3€ eine Bratwurst. Mit Sangria aus dem Tetrapak eine echte Alternative.

3. Dein Mädchen

Ich fands traumhaft mit Freund und Bruder vom Freund, wirklich! Aber: So ein Mädchen wär echt geil gewesen. Und nicht irgendein Mädchen, da kann sie noch so nett sein, aber da brauche ich „mein“ Mädchen. Mein Mädchen, dass sich mit mir in das Duschzelt stellt. Das auch nackig in der Schlange steht und dann merkt, dass alle anderen beim Duschen Bikini tragen. (Ich habe mich vorher bei den Jungs erkundigt, wie man duscht.  „Nackt. Sonst haben wir nasses Zeug im Zelt!“) Schade! (kleiner Tipp: Ein kleines Handtuch spart zwar Platz im Koffer, aber es gibt Momente auf einem Festival, da bedeckt man gern vorne UND hinten). So ohne Badezimmer erledigt man sauviel unterm Pavillon. Ich danke den Jungs hiermit nochmal fürs Schminkspiegel halten. Und die Geduld dabei und das Interesse, was denn eigentlich ein Augenbrauenstift ist.

4.Feuchties

Drei Arten Feuchties wanderten in meine Rucksacktasche: Abschminktücher, Hygienetücher und Baby-Feuchties. Babytücher sind DAS Must-Have in den Zupf-und Tupfdepartments beim Film. Mit (ganz wichtig) ölfreien Feuchties habe ich Flecken aus Klamotten entfernt, regelmäßig „Hände gewaschen“  und kotzende Teenies versorgt. Ein bisschen „frisch“ muss sein!

5.Nette Nachbarn

Easy, denkt Frau sich. Drei-Mann-Zelt bestellt, Freund ist Person zwei, Tasche Person drei, läuft. Ist ja wie immer. Falsch. Zeltwände sind dünn und eigentlich ist man eh nie im Zelt. Dafür sitzt man im Pavillon. Wir hatten dabei herrlichsten Blick auf die Dixis und waren der direkte Weg zum WC für den gesamten Zeltplatz. Blöd gelaufen. Wer jetzt denkt, deswegen geht niemand für kleine Königskinder auf dein Zelt, weil ist ja nicht weit zum Klo… Nein. Einfach Nein. Auch zehn Meter können zu weit sein. Mein Favorit und absolutes Must-Have ist daher das „Grüner Wohnen“. Beim Chiemsee Summer nur eine kurze E-Mail-Registrierung und schon schläft man Zeltwand an Zeltwand mit Menschen, die wissen, was ein Mülleimer und eine Toilette sind und: GANZ WICHTIG, wie man beides benutzt. Das ist schon schwer cool und lässt Frau doch ein bisschen besser schlafen.

2Links der Blick aus unserem Zelt, rechts das „Grüner Wohnen“. Ich war schwer neidisch. Informieren lohnt sich auf jeden Fall!

6. Blumen im Haar

Ähnlich wie Gummistiefel ist das wieder so ein Haben-Wollen-Ding. ALLE werden Blumen im Haar haben. Ihr wollt das auch. Punkt. (An dieser Stelle wird mir kaum ein Mädchen-Mädchen widersprechen.)

Für Spätchecker gab es die Blumenkränze auch vor Ort zu kaufen, sehr niedlich mit zusätzlichen Ranken, die dann im Wind wehten (oder im nassen Haar klebten).

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7. Accessoires

Ich liebe Accessoires, die Spaß machen!

1Fingerfarben zum Beispiel. Hilft gegen die tägliche Langeweile auf dem Campingplatz und macht bunt. Von der Gruppendynamik wollen wir gar nicht erst anfangen, das ist ja quasi pädagogisch wertvoll.

4Konfetti, Glitzer und Feenoutfits gehen immer. Immer. Auch einfach mal so, ohne Festival. Mut zum Glitter!

8. Der richtige Festivalstyle

Erfordert Planung, durchdenken und voll viel, auf das wir eigentlich keine Lust haben. Aber: Geschickt gewählt muss man sich vor Ort keine Gedanken machen, hüpft einfach rein und sieht geil aus. Siehe oben: Alles, was schnell geht und mit nackig sein zu tun hat, ist saugut.

5Erlaubt ist, was Spaß macht und den hatte unsere Superhelden-Truppe auf jeden Fall. Der Rheinländer in mir strahlte überglücklich bei dem Anblick der karnevalistischen Farbenpracht im sonst so unjecken Bayern.

10Ja, auch elegant geht mit Gummistiefeln. Respekt an dieser Stelle. Das kann nicht jeder.

14Overknees, Shorts, Hut und Sonnenbrille in Herzform, einfach schön!

12Fashionistas tragen Karohemd. Das Hemd war DER Fashion-Festivaltrend. Ganz wichtig: Niemals anziehen, nur umbinden.

13Die Tasche ist ein Mitbringsel vom Melt-Festival und rundet den lässigen Look ab.

9. …und am Ende werden wir tanzen!

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